Intensiver Minimalismus
«Éphémère» und «The Urge», zwei Uraufführungen der Choreografinnen Anne Jung und Lilit Hakobyan, zeigen, was moderner Tanz mit Zeitgeist zu tun hat.
Intensiver Minimalismus
«Éphémère» und «The Urge», zwei Uraufführungen der Choreografinnen Anne Jung und Lilit Hakobyan, zeigen, was moderner Tanz mit Zeitgeist zu tun hat.








Speziell an beiden Stücken ist, dass sie für diesen Ort, das Basler Schauspielhaus, geschaffen wurde. Dieses verfügt über keine richtige Guckkastenbühne, die hintere Wand steht nicht in einem rechten Winkel zu den beiden anderen und schafft dadurch eine spezielle Raumatmosphäre. Beide Stücke interagieren mit diesem aus dem Lot geratenen Raum. Interessant ist auch, wie sich die beiden Aufführungen ergänzen, anfänglich eine Art Slow Motion, der man gerne das Attribut «Largo ma non troppo» beifügen möchte, im zweiten Teil die permanente, atemlose Dynamik, die sich in einem Crescendo aufbaut und die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann zieht. Und dann ist da auch noch das neue Bewegungsvokabular, das nicht ans klassische Ballett, sondern an Hip-Hop und andere zeitgenössische Bewegungsformen anknüpft. Es ist dieses Ankommen in der Gegenwart – die Kombination aus Sound, Space und Movement –, das diesen Abend zu einem Erlebnis macht.
Speziell an beiden Stücken ist, dass sie für diesen Ort, das Basler Schauspielhaus, geschaffen wurde. Dieses verfügt über keine richtige Guckkastenbühne, die hintere Wand steht nicht in einem rechten Winkel zu den beiden anderen und schafft dadurch eine spezielle Raumatmosphäre. Beide Stücke interagieren mit diesem aus dem Lot geratenen Raum. Interessant ist auch, wie sich die beiden Aufführungen ergänzen, anfänglich eine Art Slow Motion, der man gerne das Attribut «Largo ma non troppo» beifügen möchte, im zweiten Teil die permanente, atemlose Dynamik, die sich in einem Crescendo aufbaut und die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann zieht. Und dann ist da auch noch das neue Bewegungsvokabular, das nicht ans klassische Ballett, sondern an Hip-Hop und andere zeitgenössische Bewegungsformen anknüpft. Es ist dieses Ankommen in der Gegenwart – die Kombination aus Sound, Space und Movement –, das diesen Abend zu einem Erlebnis macht.
Theater Basel. Schauspielhaus. Ballett. Termine auf: www.theater-basel.ch
Text: Simon Baur
Abbildungen:
Frappierende Gleichmässigkeit und orgiastische Bewegungsrituale in «Éphémère» und «The Urge»
Fotos: ©Ralf Mohr, Theater Basel
Theater Basel. Schauspielhaus. Ballett. Termine auf: www.theater-basel.ch
Text: Simon Baur
Abbildungen:
Frappierende Gleichmässigkeit und orgiastische Bewegungsrituale in «Éphémère» und «The Urge»
Fotos: ©Ralf Mohr, Theater Basel
Intensiver Minimalismus
«Éphémère» und «The Urge», zwei Uraufführungen der Choreografinnen Anne Jung und Lilit Hakobyan, zeigen, was moderner Tanz mit Zeitgeist zu tun hat.




Speziell an beiden Stücken ist, dass sie für diesen Ort, das Basler Schauspielhaus, geschaffen wurde. Dieses verfügt über keine richtige Guckkastenbühne, die hintere Wand steht nicht in einem rechten Winkel zu den beiden anderen und schafft dadurch eine spezielle Raumatmosphäre. Beide Stücke interagieren mit diesem aus dem Lot geratenen Raum. Interessant ist auch, wie sich die beiden Aufführungen ergänzen, anfänglich eine Art Slow Motion, der man gerne das Attribut «Largo ma non troppo» beifügen möchte, im zweiten Teil die permanente, atemlose Dynamik, die sich in einem Crescendo aufbaut und die Besucherinnen und Besucher in ihren Bann zieht. Und dann ist da auch noch das neue Bewegungsvokabular, das nicht ans klassische Ballett, sondern an Hip-Hop und andere zeitgenössische Bewegungsformen anknüpft. Es ist dieses Ankommen in der Gegenwart – die Kombination aus Sound, Space und Movement –, das diesen Abend zu einem Erlebnis macht.
Theater Basel. Schauspielhaus. Ballett. Termine auf: www.theater-basel.ch
Text: Simon Baur
Abbildungen:
Frappierende Gleichmässigkeit und orgiastische Bewegungsrituale in «Éphémère» und «The Urge»
Fotos: ©Ralf Mohr, Theater Basel